Donnerstag, 21. Juli 2016

Warum gibt es eigentlich in der Pfalz soviele Burgen?

Die Ruine der Burg Altdahn

Die Pfalz, das ist Burgenland. Rund 500 Burgen und Burgruinen gibt es in der Pfalz. Dazu gehören Reichsburgen, wie der Trifels bei Annweiler, Raubritternester wie der Berwartstein (die einzige heute noch bewohnte Burg der Pfalz), Festungen des kleinen Adels wie Burg Nanstein bei Landstuhl, auf der Franz von Sickingen, der "letzte Ritter", den Tod fand.






Und diese Burgenvielfalt rührt daher, dass im frühen Mittelalter die Region quasi das Herz Europas gewesen ist, zu Zeiten der Salier und Staufer der Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches.

So war etwa die von Friedrich Barbarossa erbaute Kaiserpfalz in Kaiserslautern auch dessen erklärte Lieblings-Pfalz gewwesen.


Überhaupt hat die ganze Pfalz auch ihren Namen von den Festungen und Burgen: Pfalz, das kommt vom lateinischen Palatium, was Palast bedeutet.

Montag, 18. Juli 2016

Pfälzer Jakobswege


Auf zwei Routen führen die Pfälzer Jakobswege von Speyer am Rhein zum Kloster Hornbach in der Südwestpfalz.


Wir präsentieren hier einige ausgewählte Highlights der beiden Strecken.

Ein Highlight auf der Südroute ist gewiß die Christuskirche in Rumbach aus dem 12. Jahrhundert mit ihren wundervollen mittelalterlichen Fresken.


Und noch ein Highlight liegt an der 74 Kilometer langen Verbindungsstrecke, die Wallfahrt Maria Rosenberg bei Waldfischbach-Burgalben, eine der bedeutendsten Marienwallfahrten der Pfalz.


Auf dem Weg zum Etappenziel in Hornbach.


Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

800 Jahre lang ruhten die Gebeine des Heiligen Pirminius in Hornbach.

Als das Klosters Hornbach im Verlauf der Reformation aufgehoben wurde überführte der letzte Hornbacher Abt, Graf Anton von Salm, St. Pirmins Gebeine 1558 nach Speyer. Von dort verbrachte sie 1575 der ehemalige Präsident des Reichskammergerichtes und Statthalter von Tirol, Graf Schweikhard von Helfenstein, in seine Residenz nach Innsbruck. Hier befinden sie sich heute in einem modernen Schrein der Innsbrucker Jesuitenkirche.

Die Überführung nach Innsbruck hatte ganz handfeste Gründe: Sie diente der Gegenreformation in Tirol. Um die Protestanten von ihrem "Irrglauben" zu befreien kam Pirmin gut zupass. Hatte er doch schon mit der Gründung des Klosters Reichenau die Insel im Bodensee vom "giftigen Gewürm des Teufels" befreit.

Dabei war Pirmin gar kein Missionar mehr gewesen, der Heiden bekehrt hätte, sondern eher eine Art von "Politmissionar", der das politisch zum fränkischen Reich gehörende Allemanien auch kirchlich zu integrieren hatte.

Eine Reliquie des Heiligen finden wir in Hornbach außerhalb des Klosters in der Pirminiuskirche.